An dieser Stelle möchte ich über ein Thema schreiben, das mir persönlich am Herzen liegt und mit dem ich mich schon ziemlich lange beschäftige. Vorgängig eine kleine Liste der Krankheiten und Beschwerden, die aus einer Azidose entstehen oder verstärkt werden können.
Allergien, Antriebsschwäche, Arthritis, Arthrose, Augenprobleme, Bandscheibenprobleme, Burn-out, Blutdruckschwankungen, Depressionen, Ekzeme, Erschöpfung, Gastritis, Gelenkbeschwerden, Gicht, Haarausfall, Herzinfarkt, Hörsturz, Konzentrationsstörungen, Körpergeruch, Müdigkeit, Mundgeruch, Osteoporose, Pilzinfektionen, Potenzstörungen, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlaganfall, Stressanfälligkeit, Schlafstörungen, Sodbrennen, Zellulitis-- und so weiter. Es sind die meisten heutigen Zivilisationskrankheiten.
Was nun genau ist eine Azidose?
Es ist eine Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichtes im Körper, in den sauren Bereich. Man kann heute sagen, dass die Azidose die unbekannte "Volkskrankheit" Nr. 1 ist. Da die Azidose aber nicht eine spezifische Krankheit ist, sondern ein Zustand, wird sie meist nicht erkannt. Die Behandlung beschränkt sich dann auf die, durch die Azidose ausgelöste Krankheit. Diese wird mit allen möglichen Medikamenten bekämpft und der Körper übersäuert dadurch noch mehr. Ein blödsinniger Teufelskreis beginnt und die Pharmaindustrie freut es .
In der Naturheilkunde ist der Ausgleich des Säure-Basen-Zustandes des Körpers eine der wichtigsten Grundlagen jeder Behandlung (nebst der Frage, warum die Plattform dazu entstanden ist). Unser Körper muss im Blut, mit geringen Schwankungen, einen pH-Wert von 7.30 bis 7.45 aufrecht erhalten können. Durch ständigen Stoffwechsel entstehen Essigsäure, Harnsäure, Kohlensäure, Milchsäure, Salzsäure u.a. Bleiben diese Säuren im Körper, weil zuwenig Base zur Neutralisierung zur Verfügung steht, führt dies zwangsläufig zu einer Übersäuerung und damit zu Abfalldepots.
Leider haben unsere unnatürlichen Ernährungsgewohnheiten dazu geführt, dass der Basenanteil ständig zu gering ist und unsere Nährmittelindustrie scheint die zunehmende Übersäuerung überhaupt nicht zu kümmern (Pestizide, Herbizide, Farbstoffe, Chlorierungen, Konservierungsstoffen, u.a.). Dazu kommen noch Streß und Ärger, die den Säureanteil zusätzlich erhöhen.
Der Körper gibt sein Bestes, um sich möglichst säure-und schlackenfrei zu halten. Bekommt er aber zuwenig Basen zugeführt, ist er gezwungen seine wertvollen Mineraldepots abzubauen, um die Säureflut zu neutralisieren. Als Folge davon muss er eine "Mülldeponie" nach der anderen anlegen. Ein Teufelskreis beginnt. Beim Blut, welches eigentlich die Schlacken abführen sollte, verschlechtern sich die Fliesseigenschaften, die roten Blutkörperchen werden zunehmend unelastischer und können die feinen Kapillaren nicht mehr passieren. Es kommt zu Unterversorgungen und Sauerstoffdefiziten. Der Organismus versucht die entstandenen Schäden durch Fibrin zu reparieren. Das Bindegewebe wird zunehmend unelastischer und die Kollagenfasern quellen auf, so daß jede Bewegung Schmerzen verursachen kann. Im Darm entstehen übelste Gifte und belasten durch Fäulnis und Gärung. Das Immunsystem, welches sich zu 80% im Darm befindet, wird erheblich geschwächt. Ein wirklicher Teufelskreis.
Die Hauptursachen für die Übersäuerung sind falsche Ernährung, falsche Eßgewohnheiten, falsche Lebensweise, ungenügendes Kauen (die Verdauung beginnt im Mund). Alles Bedingungen zur Gründung einer Plattform um krank zu werden (seelische Aspekte unbedingt beachten).
Zu viel Eiweiß, zu viel Fleisch, Kaffee, gesättigte Fettsäuren, zuwenig trinken (neutrale Getränke), kohlensäurehaltige Getränke, Nikotin, Alkohol, Umweltgifte, Weissmehlprodukte, Genußmittel (Genußgifte), Elektrosmog, zuwenig Bewegung, chemische Arzneimittel, falsches Atmen, Ärger und Aggressionen, Stress und seelische Belastungen -- um nur einige zu nennen.
Ich wollte Ihnen hiermit eine kurze Einsicht in diese Thematik geben. Meiner Meinung nach, lohnt es sich, sich tiefer mit der Azidose zu beschäftigen. Es betrifft uns alle. Leider musste ich in Gesprächen auch immer wieder feststellen, das die meisten Menschen gar nicht gesund sein wollen, sondern nur nicht Krank. Lebensgewohnheiten zu ändern ist scheinbar für etliche Menschen ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst dann, wenn ihnen die Krankheit größte Beschwerden macht. Man kann heute davon ausgehen, daß ca. 5% der Bevölkerung eines natürlichen Todes stirbt. Die anderen durch falsche Lebensweise.
Den Säuregrad können Sie übrigens einfach mittels Teststreiffen messen. Bitte beachten Sie, dass sich der Säuregrad mit jeder Stufe um den Faktor 10 ändert. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten.