Die Bezeichnung "Karma" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "Tat oder Wirken". Das Karma zwingt uns, immer wieder zu inkarnieren, um die Probleme, die wir uns selbst geschaffen haben, aufzulösen. Wenn wir es genauer betrachten, ist Karma aber nichts anderes als reine Schöpfung und durch das Karma wird ein Gleichgewicht angestrebt.

An dieser Stelle, gleich zu Anfang, möchte ich auf meine Schlussbemerkung, am Ende dieser Seite, hinweisen.

Die Art in der sich Schicksal deutet, zeigt, wie der Urheber gelebt hat. Das Gesetz des Karmas fordert vom Urheber bewußt die Übernahme der Verantwortung für sein Tun, Handeln und Denken. Es sorgt dafür, dass er solange mit seinen selbstgeschaffenen Problemen konfrontiert wird, bis er bereit ist diese aufzulösen. Karma wird oft als Strafe empfunden. Eine Strafe ist es aber nicht. Vielmehr ist es eine grandiose Möglichkeit, an unseren Fehlern oder unserem Verhalten zu lernen. Es ist sozusagen ein Selbststudium mit Selbstprüfung, eine Schule für die Seele.

Ich kann mich noch an einen Nachbarjungen erinnern, der es immer sehr cool fand, anderen abzuschreiben und bei den Zwischenprüfungen zu spicken. Er hielt sich für den größten. An der Abschlußprüfung versagte er aber kolossal. Er musste die Klasse wiederholen. Wen betrog er durch sein Verhalten schlußendlich? Nur sich selber. Er selbst verursachte das Nachsitzen. Beim zweiten Anlauf machte er es klüger und ich staune heute noch, was aus ihm geworden ist. Dieses Beispiel zeigt uns auch, dass es eigentlich kein schlechtes oder gutes Karma gibt. Karma ist neutral. Karma soll uns helfen zu erkennen, um danach besser oder richtiger zu handeln. Es zeigt uns auch ganz klar auf, wenn wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist eine Lektion, in der uns der Spiegel vorgehalten wird. Leider gibt es aber sehr viele Menschen, die den Weg der Einsicht nicht freiwillig gehen, sich hartnäckig an gegebenen Situationen vorbeimogeln wollen. Für ihr Verhalten brauchen sie deshalb weitere karmische Lektionen. Wer nicht begreifen will, der möchte fühlen.

Es ist auch möglich, dass wir uns auf Seelenebene eine Lektion selber vorbereiten. Sozusagen als Schulung und unser Unterbewußtsein wird uns dann in die entsprechende Situation führen. Möglich ist auch die Absprache mit anderen Seelen, welche uns bei der zu lernenden Lektion behilflich sind. Wollen wir Täter spielen, werden wir auch die fehlende andere Hälfte der Erfahrung fühlen wollen. So werden wir irgendwann zum Opfer und damit ist die Erfahrung komplett.
Bedenken Sie deshalb, mit Menschen, die Sie heute am meisten verachten, hassen, ausnutzen, falsch verurteilen, erniedrigen oder mißbrauchen, werden Sie zusammen wiedergeboren werden. Nur das dann die Rollen vertauscht sind.
Sie brauchen aber nicht unbedingt immer einen Mitspieler. Wenn Sie zum Workaholic werden, kann es sein, das Sie Ihr eigener Sklaventreiber sind. Also alles in einem (das spart Zeit).

Solange eine Seele noch kaum erwacht ist, hat ein einziges Leben keine grosse Bedeutung auf die Entwicklung. In dieser Zeit erlebt sich die Seele als reines Ego. Am Schicksalsbeginn steht der Gedanke. Wenn genügend Energien angezogen wurden, nimmt der Gedanke Form an und manifestiert sich in der Welt der Materie als Ereignis.

Was wir säen, werden wir ernten. Oder: jeder bekommt das, was er verursacht. Und dabei spielt es keine Rolle, ob bewußt oder unbewusst. Im Vergleich dazu der Grundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Meiner Ansicht nach, sollten sich Menschen aber prinzipiell nicht gegenseitig ausbeuten. Trotz der langen Menschheitsgeschichte, die wir jetzt hinter uns haben, ist es erstaunlich, dass wir diesen Grundsatz noch nicht gelernt haben. Macht, Gier, Unterdrückung und so weiter, führen nicht zu einem friedlichen Leben, wie wir doch jeden Tag sehen können. Wann die Menschheit dies kapiert, kann wohl niemand sagen. Ich denke, es wird noch sehr, sehr lange gehen.

Karma bedeutet nicht, dass wir uns unterordnen sollen, sondern dass wir uns einordnen sollen. In der Lichtwelt, unserem Ursprung, herrscht Harmonie in absoluter Reinheit. Wir haben die Lichtwelt freiwillig verlassen, um unseren “freien Willen“ auszuleben. Durch das maximieren unserer Persönlichkeit wollen wir wieder entdecken, dass wir uns nach wie vor einordnen müssen. Kein System kann ohne Ordnung existieren.

Wenn wir geboren werden, kommen wir nicht “mit leeren Händen“, sondern bringen unser angesammeltes Schicksal mit in unser neues Leben. So erklärt es sich auch, dass ein Neugeborenes eine angeborene Krankheit oder eine andere körperliche Belastung hat. Auch wenn wir morgens erwachen, tragen wir die Folgen des Verhaltens vom Vortag. Negativ oder positiv. Dies soll uns das noch oder nochmals zu Lernende aufzeigen und uns auf den Weg der Erkentniss bringen.

Gottfried Keller drückte dies einmal sehr poetisch aus: Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit, danach den Charakter und endlich das Schicksal. Darum muss er bedenken, was er heute sät und muss wissen, dass ihm sein Schicksal einmal in die Hand gegeben wird: Heute.

Das Gesetz des Karmas macht den Unwissenden bindend und den Wissenden frei (machen Sie sich über diesen Satz Gedanken). So gibt es weder unverdientes Leid, noch unverdientes Glück. Wir “belohnen“ oder “bestrafen“ uns, indem wir das Gesetz annehmen oder es brechen. Wenn wir dann von unserem Schicksal ständig mit Problemen konfrontiert werden, versuchen wir diese zu verdrängen oder Widerstand zu leisten. Dann beklagen wir uns über das harte Schicksal das uns trifft. Dabei wird vergessen, dass eine ungelöste Lektion immer eine Wiederholung nötig macht.

Alles Mögliche versuchen wir heute zu verstehen und zu beherrschen. Nur nicht das Nächste, uns selbst.

Wie Karma geschaffen wird
Die Natur des Menschen ist dreifältig. Diese besteht aus Wünschen oder Fühlen, Wissen und Wollen. Diese drei bilden das Karma eines Menschen. Hinter der Handlung steht ein Wunsch und ein Gedanke. Der Wunsch zum Beispiel nach einem Gegenstand oder einer Handlung entsteht im Geist. Dann wird über seine Erfüllung nachgedacht. Dann werden Anstrengungen unternommen, um den Wunsch zu verwirklichen. Wunsch, Gedanke und Handlung treten dann gemeinsam auf. Sie sind gleichsam die drei Urheber, die im Karma verwoben sind. Bedenken wir, dass wir ständig eine Menge von Ursachen setzen. Karma entsteht auch im Verhalten mit unserer Umwelt. Wie wir mit unserer Natur oder anderen Menschen umgehen. Entscheiden wir uns für oder gegen das Leben.

Das Gesetz von Aktion und Reaktion
Wenn es eine Aktion gibt, muß es auch eine Reaktion geben. Die Reaktion wird von gleicher Stärke und ähnlicher Art sein. Jeder Gedanke und Wunsch, jede Vorstellung und jede Empfindung verursacht eine Reaktion. Niemand wird aber für sein schlechtes Verhalten von Gott bestraft. Vielmehr bestraft man sich durch entsprechende, dadurch entstehende Probleme selber. Jeder schafft sich seine Lebensumstände selber. So kann auch jeder selber entscheiden, ob diese angenehm oder widrig sind. Positives bringt Positives, Negatives bringt Negatives. Habe ich aber erkannt, dass ich negativ gehandelt habe und lerne ich daraus, wird das Negative zum Positiven. So gesehen könnte man sagen, es gibt nur Positives. Immer vorausgesetzt, dass man irgendwann einsichtig ist.
Das Gesetz wirkt überall mit absoluter Präzision und wissenschaftlicher Genauigkeit. Das Gesetz von Aktion und Reaktion wirkt sowohl auf physischer, als auch auf geistiger Ebene.

Der Mensch ist Herr über sein Schicksal
Sie sind kein Geschöpf von Umgebung oder Umständen. Sie sind Herr (oder Frau) über Ihr Schicksal. Sie sind der Architekt Ihres Glücks. Sie sind verantwortlich dafür, was Sie erleiden. Sie sind verantwortlich für Ihren gegenwärtigen Zustand. Wenn Sie unglücklich sind, so ist es Ihr eigener Verdienst. Wenn Sie traurig sind, so ist es ebenso Ihr eigener Verdienst. Jede Handlung trägt früher oder später eine Frucht. Eine tugendhafte Handlung hat Freude zur Wirkung. Eine schlechte Handlung verursacht Schmerz, Leid und Mißstände.
Wohltätigkeit in Ihrem vergangenen Leben, bringt Ihnen Reichtum im gegenwärtigen Leben. Dienst an der Menschheit in Ihrem vergangenen Leben, macht Sie zum Führer im gegenwärtigen Leben. Starke, positive Gedanken in Ihrem vergangenen Leben formen Ihren Charakter im gegenwärtigen Leben.
Erfahrungen aus Ihrem vergangenen Leben bilden Ihr Gewissen im gegenwärtigen Leben.
Wenn Sie einen Menschen unterdrücken, werden Sie in einem anderen Leben Unterdrückung erleiden. Wenn Sie das Auge eines Menschen absichtlich verletzen, so wird Ihr Auge in einem anderen Leben ebenfalls verletzt werden. Wenn Sie den Armen zu essen geben, werden Sie in einem anderen Leben viel zu essen haben. Es gibt keine Kraft auf dieser Erde, die verhindern könnte, daß die Handlungen Früchte bringen. Das ist das Gesetz des Karma. Das ist das Gesetz von Geburt und Tod. Das ist der Kreislauf, durch den Sie auf Ihrem Weg gehen müssen. Der Bibelspruch Auge um Auge, Zahn um Zahn beinhaltet genau diese karmische Kraft. Es geht dabei nicht um Rache, wie leider meist falsch verstanden wird, sondern um den Ausgleich der gesetzten Ursachen. So erkennen wir, dass Charakter und Schicksal identisch sind, wir aber für unseren Charakter ganz alleine die Verantwortung tragen.

Schlussbemerkung um es nochmals zu verdeutlichen: für alles was Sie tun, werden Sie sich selber zu Rechenschaft ziehen. In diesem oder in einem anderen Leben.
Hintergehen Sie jemanden, werden Sie hintergangen. Schlagen Sie jemanden, werden Sie geschlagen. Verurteilen Sie bewusst zu Unrecht jemanden, werden Sie zu Unrecht verurteilt. Sind Sie hinterhältig zu anderen, werden Sie Hinterhältigkeit erfahren. Überlassen Sie jemanden dem Schicksal, werden auch Sie dem Schicksal überlassen. Vernachlässigen Sie Ihr Kind, werden auch Sie als Kind vernachlässigt. Sind Sie politisch unehrlich, werden Sie politische Unehrlichkeit erfahren. Unterdrücken Sie jemanden, werden Sie unterdrückt. Belügen Sie jemanden, werden Sie belogen. Sind Sie ausbeuterisch, wird Ihnen alles genommen.

Die Liste könnte noch meterlang weitergeführt werden. Vielleicht möchten Sie die Liste für sich persönlich ergänzen? So sollten wir auch die Bibelstelle, Auge um Auge, Zahn um Zahn verstehen.

Klagen Sie nicht über Ihren Stress, Ihre Verluste, Ihre Streite, Ihren Ärger im Geschäft und über die Boshaftigkeit der Mitmenschen, oder über die schlechte Welt im Ganzen. Wo immer Sie an Probleme und Stauungen kommen, sollten Sie das Not-Wendige (zur Wende) tun.

Wie wir alle erkennen, wird es auf diesem Globus immer turbulenter. Es entstehen stündlich neue Gesetze, Verbote, Richtlinien und so weiter. Mache sie uns zu besseren Menschen? Wird das Zusammenleben einfacher, sicherer, besser? Scheinbar nicht. Ganz klar, wir brauchen Richtlinien im Leben. Verbote aber sind aber doch nur der Versuch, um Menschen von etwas abzuhalten, anderen Bewusst zu schaden.

Tagtäglich laden wir uns durch unsere “Betriebsblindheit“ immer mehr Karma auf. Wie wir miteinander umgehen, ist manchmal wirklich schmerzlich. Das Ziel wird wohl eine Krankheit, genannt Selbstzerstörung sein, welche uns, wie alle Krankheiten, unser Fehlverhalten aufzeigen wird. Bis die Menschen hinter das Geheimnis, des Zusammenlebens mit allen Dingen kommen, wird es noch lange dauern. Auch wenn wir alle Zeit der Ewigkeit haben, für erwachte und bewusst lebende Menschen, ist es sehr unangenehm, wissen wir doch, wie es anders sein könnte. Das Paradies muss warten. Die Realität sieht auch noch alles andere als paradiesisch aus.
http://www.youtube.com/watch?v=PtgLqnVftPE&feature=related

Das Karma-Gesetz ist also das Gesetz der ausgleichenden Gerechtigkeit, das für alle ohne Ausnahme gilt. Klagen Sie also nicht über Ihr Schicksal.